Herzlich Willkommen in der Thüringer Justiz!

Ernennung der neuen Rechtspflegeranwärter:innen am 28.08.2025 in Jena

02. September 2025
  • 11 junge Anwärter:innen posieren in zwei Reihen für ein Foto und haben pinke Zuckertüten in der Hand.
    Foto: BDR Thüringen
    Die elf frisch vereidigten Anwärter:innen als Thüringer "Delegation" für den 56. Jahrgang an der Fachhochschule in Rotenburg a.d. Fulda.

Am 28.08.2025 war der BDR Thüringen , vertreten durch unsere Vorsitzende Barbara Zwinkau und Beisitzerin Lisa Machill, wieder bei der Ernennung der neuen Rechtspflegeranwärter:innen in das Beamtenverhältnis auf Widerruf dabei. Ein Wermutstropfen bleibt dabei...*

Herr Thomas Schneider, Präsident des Thüringer Oberlandesgerichtes, begrüßte recht herzlich die Rechtspflegeranwärter:innen des Jahrgangs 2025 und sprach sein Lob für die bestandenen Einstellungstest aus. Von rund 200 Bewerbungen haben es dieses Jahr nur elf Bewerber:innen bis zur heutigen Ernennung geschafft. Eine großartige Leistung jedes:r Einzelnen!

Doch was bringt das Beamtentum für Verpflichtungen mit sich? Welche Rechte haben die frisch gebackenen Staatsdiener:innen? Kurz: Worauf lässt man sich da ein? Frau Treber, Personalreferentin des Thüringer OLG, klärte über diese grundlegenden Fragen auf.

Die Ernennungsurkunden für die Beamt:innen auf Widerruf wurden den neuen Rechtspflegeranwärter:innen feierlich unter Ablegung ihres Diensteides überreicht.

Nachdem im Anschluss eine erste Übersicht über das anstehende Studium vermittelt wurde, kann der nunmehr bereits 56. Rechtspflegerjahrgang an der Fachhochschule in Rotenburg an der Fulda in zwei Wochen das anspruchsvolle Studium gemeinsam mit den hessischen Studierenden aufnehmen.

Der BDR stellt sich vor

Abschließend konnte sich der BDR den Anwärter:innen vorstellen und die Vorteile des Verbandes kurz und prägnant darlegen. Wir freuen uns auf viele, neue Mitglieder und Verstärkung im BDR Thüringen!

Mit einigen, kleinen Willkommensgeschenken des BDR und wunderschönen Zuckertüten – gesponsert durch die dbb jugend Thüringen - begrüßen wir unsere elf neuen Rechtspflegeranwärter:innen ganz herzlich in der Thüringer Justiz und wünschen einen erfolgreichen Start ins Studium, damit wir sie in drei Jahres nach erfolgreichem Abschluss alle in der Praxis begrüßen können!

Alles Gute und vor allem Spaß im Studium und im bevorstehenden Berufsleben!

*Ernüchternde Zahl...

Bei aller Freude über die neu gewonnen zukünftigen Kolleginnen und Kollegen gerät eine Tatsache für unseren Berufsverband dennoch nicht aus dem Fokus:
Mit nur elf(!) Anwärter:innen ist der neue Thüringer Jahrgang so klein, wie seit über einem Jahrzent nicht mehr. Dem Vernehmen nach lag es dabei nicht an einem Mangel an geeigneten Bewerbungen, sondern den bewilligten Stellen durch das Finanzministerium. Durch das OLG waren deutlich mehr Stellen angemeldet.

Den omnipräsenten Beteuerungen aus der Politik, den Rechtsstaat und insbesondere die Justiz stärken zu wollen, müssen entsprechende Taten folgen. Ein Verweis auf neu gewonnene Stellen von Richtern und Staatsanwältinnen -so wichtig diese auch sind- greift dabei zu kurz, wenn gleichzeitig bei den anderen Laufbahnen gespart wird. Nicht weniger wichtig als die "Investition" in unseren Berufs-Nachwuchs, um den demografischen Entwicklungen der Zukunft zu begegnen, ist dabei auch die (finanzielle) Anerkennung der aktiv-berufstätigen Rechtspfleger:innen im Freistaat.

Der BDR Thüringen fordert auch weiterhin Stellenmehrungen, Stellenhebungen bzw. die Anhebung des Einstiegamtes mit dem langfristigen Ziel der Schaffung eines "Einheitsamtes" für den Rechtspflegerberuf.
Bei unserem Antrittbesuch im Mai konnten wir der neuen Thüringer Justizministerin Beate Meißner unsere Forderungen darlegen. Wir werden uns auch in Zukunft für diese Ziele stark machen.

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